Alles ist miteinander verwoben, miteinander verbunden und umwunden. Lebensgeschichten verändern uns im Fluss von Raum und Zeit, von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft und wirken auch auf alles rundum. Jede Geschichte prägt unser Selbst und verwebt sich in unser Nervensystem, unser neuronales Netzwerk.
Neuronale Netzwerke verarbeiten Sinneseindrücke und Informationen. Sie passen sich fortwährend an das Leben an und funktionieren wie eine Art Speichermedium wo Erinnerungen und Erlerntes gespeichert und innerhalb von Millisekunden abgerufen wird. Durch Erfahrungen entstehen fortwährend neue Verbindungen zwischen den Nervenzellen und alte Verbindungen, die nicht mehr gebraucht werden, werden abgebaut oder still gelegt. Je häufiger bestimmte Netzwerke gebraucht werden, desto besser werden sie ausgebaut. Gedachtes, gefühltes, gesehenes, gehörtes, ertastetes werden mit Handlung verknüpft und als Befehl an den Körper gesendet was wiederum neue Gedanken, Gefühle, Gesehenes entstehen lässt. So entsteht Charakter und Individualität. So entstehen Lebensgeschichten.
Die Kinderkrankheiten der Seele brechen erst bei den Erwachsenen aus.
(Hans Weigel)
TRAUMA UND GEHIRN
Eppler, Jens-Bastian: „Wie verändert ein traumatisches Ereignis das Gehirn?“, KlarText Blog, Spektrum.de SciLogs 2025
Artikel
Brückl, Tanja; Binder, Elisabeth: „Folgen früher Traumatisierung aus neurobiologischer Sicht“, Springer 2017
Artikel
Wolf, Maria: “Trauma Weitergegeben, Und Niemand Hat Es Gemerkt!” Praxis, vol. 108, 2019
Artikel
Paracelsus Recovery: „Wie Trauma das Gehirn verändert“, Addiction Blog – Paracelsus Recovery 2021
Artikel
Stangl, Werner: „Trauma“ Online Lexikon für Psychologie & Pädagogik, 2025
Artikel
WIKIPEDIA
1) Der Begriff neuromorph (von altgriechisch νεῦρον neuron, deutsch ‚Nerv‘, und μορφή morphé, deutsch ‚Gestalt‘, ‚Form‘) wurde in den späten 1980er Jahren von Carver Mead geprägt.
Artikel
2) Neuromorphing ist eine Methode, um die Funktionsweise von Neuronen nachzubilden. Das Ziel des Neuromorphing ist die Simulation und Nachbildung von Sinnesorganen (insbes. die des Menschen) wie dem Innenohr, der Netzhaut des Auges und sogar Teilen des Gehirns.
Artikel
3) Die Neurophysiologie befasst sich vor allem mit der Funktionsweise des menschlichen Nervensystems. Sie ist ein Teilgebiet der Physiologie und der Neurowissenschaften.
Artikel
4) Das Wort Trauma kommt aus dem Griechischen und bedeutet allgemein Verletzung (altgriechisch τραῦμα ‚Wunde‘), ohne dabei eine Festlegung zu treffen, wodurch diese hervorgerufen wurde.
Artikel
5) Psychotraumatologie ist die Lehre der psychischen Folgen von Traumata. Sie befasst sich mit der Erforschung und Behandlung der Auswirkungen von traumatischen Ereignissen auf das Erleben und Verhalten von Individuen und sozialen Systemen. Es wird unterschieden zwischen analytischer, familientherapeutisch-systemischer und integrativ-verhaltenstherapeutischer Psychotraumatologie.
Artikel